Was das Coaching von Aufsichtsrätinnen über Dynamiken im Gremium zeigt

Die Perspektive von Frauen auf die Arbeit in Aufsichtsratsgremien erweist sich immer wieder als wertvolle Ressource für wirksamere, zeitgemäße Aufsicht und Gremienarbeit, finden Dr. Philine Sandhu, Mechthild Erpenbeck, Dr. Wolfgang Looss, Daniela Möller, Dr. Claudia Neusüß, Julia Persitzky.

Was erleben Frauen in Gremien, wie stellen sie sich auf? Der Beitrag in erforscht und reflektiert Gremienspielregeln, überprüft Anspruchsniveaus, macht gesellschaftliches Gepäck bewusst und lädt ein auch mal auszusortieren.

Claudia Neusüß von compassorange thematisiert die Zweischneidigkeit von Authentizität. Der Satz „Ich will mich nicht verbiegen“ sei oftmals eher verstellend als eröffnend. Authenzität als dynamische Navigationsgröße hingegen, wenn es um das Ausprobieren neuer Rollen und Verhaltensweisen gehe, könne Möglichkeitsfenster für Systemveränderung öffnen. Wolfgang Loos, u.a. auch Schwarmpartner von compassorange betont das „New kids on the block“-Phänomen. Frauen haben oftmals wenig „Beobachtungsmaterial“ zur Verfügung und müssen ihre Rolle originär erfinden. Julia Persitzky, u.a. auch Coach bei compassorange reflektiert ein überhöhtes Anspruchsniveau – sich als Allwissende verstehen zu müssen, was viele Frauen blockiere. Sie schlägt stattdessen vor, einen souveränen Umgang mit „gefährlichem Halbwissen“ als wichtige Fähigkeit zu erkennen und einzuüben.

Dank für die kontinuierliche Organisation von Austausch und Dialog, liebe Philine Sandhu, Gründerin und Vorstandsvorsitzende des Berlin Institut für Governance und Leadership (BIGL e.V.)!

Der Beitrag findet sich in: Der Aufsichtsrat (2026), Unabhängige Fachinformation für Aufsichtsräte, Beiräte und Verwaltungsräte. Link zum Beitrag.

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