Als pensionierte Politikwissenschaftlerin, die sich viele Jahre mit vergleichender Forschung, v.a. zwischen Nordamerika und Europa, beschäftigt hat, treibt mich heute das Bedürfnis, solches Wissen und diese Art der Forschung in engagierte gesellschaftliche Kreise einzubringen. Mein Themenspektrum reicht von den Potentialen lokaler Politik und sozialer Bewegungen bis hin zu den großen Strukturbrüchen und geopolitischen Veränderungen, die den Kontext für unser aktives Handeln bilden.
Zurzeit können wir wichtige Lektionen von den autoritären Entwicklungen in den USA lernen, denen sich v.a. auf lokaler Ebene, nicht nur in Städten wie Minneapolis, kreative und nachhaltige Widerstände entgegenstellen, die v.a. migrantische Nachbar*innen unterstützen und Grundrechte wie die freie Meinungsäußerung vehement verteidigen. Oder vom Wahlsieg des demokratisch-sozialistischen Bürgermeisters Zohran Mamdani, der diesen Sieg nicht zuletzt seiner Strategie des Zuhörens und Zugehens auch auf vorherige Trump-Wähler*innen verdankt, und nun alles daran setzt, die Stadt New York bezahlbar und menschlich für alle dort Wohnenden zu machen.
Prof. Dr. Margit Mayer, Politikwissenschaftlerin, Urbanistin und Sozialbewegungsforscherin, lehrte von 1990 bis 2014 als Universitätsprofessorin für Nordamerikanische und Vergleichende Politikwissenschaft am John F. Kennedy Institut der FU Berlin. Derzeit ist sie Senior Fellow (Assoziierte Professorin) am Zentrum für Metropolitane Studien der TU Berlin.
Zum Weiterlesen:
„Die ersten Wochen Mamdanis,“ Neues Deutschland, 30. Januar, 2026, S.






