Im Rahmen einer Fachkonferenz am 14.06.2010 in Berlin wurde die Arbeit der bundesweiten Gründerinnenagentur (bga) vorgestellt. Moderation: compassorange.

Namhafte Referenten wie Marco Curavic, Referatsleiter „Förderung der unternehmerischen Initiative“ bei der Generaldirektion „Unternehmen und Industrie“ der EU-Kommission, Prof. Claudia Gather von der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin oder der Leiter der Abteilung Mittelstand im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, Prof. Dr. Markus M. Müller beschäftigten sich mit Themen wie „Female Entrepreneurship in der EU“, „Gründerinnen in die pole Position“ und „Unternehmerinnen in Deutschland im Internationalen Fokus“ und erlaubten so vielfältige Einblicke in die aktuelle Gründerinnensituation in Europa und in die Arbeitsweise und Aktivitäten der bga.

Trotz der steigenden Gründeraktivität von Frauen in Europa gibt es in diesem Themenfeld noch viel Entwicklungspotential und es gilt, den auch unter den Selbständigen bzw. UnternehmerInnen weit aufklaffenden „Gender Wage Gap“ zu schließen. Gründerinnen profitieren erheblich von Unterstützung bei dem Schritt in die Selbständigkeit. Dazu werden von der bga Qualifizierungs- , Weiterbildungs- und Beratungsmaßnahmen angeboten, die ebenso wichtig sind wie die Unterstützung beim Aufbau eines Netzwerkes.

Die bga wurde 2004 gegründet und 2009 von der Europäischen Kommission als „Best Practice“ für die Förderung des unternehmerischen Engagements von Frauen ausgezeichnet. Sie besteht aus einer Leitstelle (Projektverantwortlich: Iris Kronenbitter) und einzelnen Regionalverantwortlichen in allen Bundesländern. Die bga konnte so einen bundesweiten Verbund mit mehr als 1700 MultiplikatorInnen aufbauen, der die unternehmerische Initiative von Frauen auf Bundes- und Landesebene verankert, sowie die nationalen Aktivitäten mit Engagement auf der EU-Ebene vernetzt. Auf diese Weise leistet die bga einen bedeutsamen Beitrag zur Erhaltung und zum Ausbau der Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland, auch im Hinblick auf den wachsenden Fachkräftemangel und der demografischen Entwicklung, in Europa.

 

Eine Broschüre zur Veranstaltung ist im pdf-Format hier zugänglich.