Bei Korruption denken wir an illegale persönliche und/oder organisationale Vorteilsnahme, die durch das Innehaben einer Machtposition in einer Firma, Partei, staatlichen oder nichtstaatlichen Institution oder Familie möglich wird.

In den letzten 30 Jahren haben sich der westlich begründete Korruptionsbegriff und die entsprechenden Compliance-Instrumente immer weiter geschärft. Leider sind hierbei die jeweiligen kulturellen und politischen Rahmenbedingungen nicht in gleichem Maße differenziert worden.

Was also tun, wenn man z.B. behördlichen Abteilungsleiter*innen mit einem Monatslohn von weniger als 100 € im Monat die Implementierung von Anti-Korruptionsmaßnahmen nahe bringen soll?

Als Beraterin hat Dr. Regine Schönenberg von compassorange verschiedene Ideen erfolgreich erprobt, die Türen öffnen und Hoffnung bergen, bestehende Handlungsspielräume nutzen zu können.

 

  • Gut zuhören und zwischen den Zeilen lesen, was Korruptionserfahrungen der Teilnehmer*innen anbetreffen
  • Eigene Korruptionsgeschichten aus Deutschland erzählen
  • Keine Forderungen oder kontextfernen Erwartungen in den Raum stellen, sondern das Dilemma anerkennen und Raum lassen für die Entwicklung eigener, angepasster Lösungen
  • Vermeiden, was zu "held*innenhaften" Aktionen führen und in der Praxis die Kaltstellung zur Folge haben könnte
  • Die Bildung einer internen, vertrauensbasierten Gruppe zur gemeinsamen Entwicklung möglicher Maßnahmen anregen, die im richtigen Moment und gut vorbereitet aus der Deckung kommen kann.